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Vernetzte Einkaufswagen: Das Ende der klassischen Einkaufswagen im Supermarkt

Autonomer Roboter mit Touchscreen und vollgeladenem Einkaufswagen in einem Supermarktgang.

Eine Ära geht zu Ende: In Supermärkten dürften herkömmliche Einkaufswagen schon bald verschwinden und durch vernetzte Modelle ersetzt werden. Schneller, unkomplizierter und weniger stressig …

Seit Jahrzehnten läuft der Einkauf nach demselben Muster ab: Im Supermarkt nimmt man einen Einkaufswagen, füllt ihn mit Lebensmitteln, geht zur Kasse, holt das Portemonnaie heraus, packt die Einkäufe ein – fertig.

In den vergangenen Jahren hat sich allerdings einiges verändert. Abholservices, Lieferungen nach Hause und die wachsende Zahl an Selbstbedienungskassen sollen Zeit sparen und den Alltag erleichtern.

Unbestreitbar haben sich die Gewohnheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher grundlegend gewandelt. Der digitale Fortschritt gestaltet auch das Einkaufserlebnis neu. Klassische Einkaufswagen könnten daher bald durch vernetzte Einkaufswagen abgelöst werden. Eine Revolution auf Rädern?

Vernetzte Einkaufswagen kommen in die Supermärkte

Als Raymond Joseph das Konzept der Einkaufswagen 1963 aus den USA für die Eröffnung des ersten Hypermarkts mitbrachte, war das eine echte Neuerung. Über mehr als 70 Jahre hinweg blieben die Wagen im Grunde unverändert. Doch nun zeichnet sich ein Wandel ab.

Nach und nach kommt eine neue Generation von Einkaufswagen auf den Markt. Sie soll das Kundenerlebnis verbessern und Verkaufsabläufe effizienter machen. Im Jahr 2025 gehört das Unternehmen Shopic zu den Vorreitern bei der Entwicklung fortschrittlicher Technologien für diese neue Art von Einkaufswagen. In Frankreich testet ein Intermarché-Supermarkt in Provins im Département Seine-et-Marne diese Neuheit.

So funktionieren die vernetzten Einkaufswagen

Wie sieht ein vernetzter Einkaufswagen aus? Im Prinzip ähnelt er einem klassischen Modell, verfügt jedoch über einige unverzichtbare Ergänzungen. Vernetzte Einkaufswagen besitzen einen Touchscreen, einen Handscanner sowie zwei Kameras, die mit der Technologie „Computer Vision“ arbeiten. Produkte müssen somit nicht mehr von Hand gescannt werden: Sobald sie in den Wagen gelegt werden, erkennt das System Marke, Gewicht und Preis sofort. Das beschleunigt den Einkauf deutlich, doch das ist nicht der einzige Vorteil.

Über den Touchscreen lassen sich die Ausgaben in Echtzeit verfolgen. Außerdem werden geltende Angebote und Rabatte angezeigt, ebenso wie das angesammelte Guthaben. Gerade derzeit ist das ein wichtiger Vorteil, um das eigene Budget möglichst gut im Blick zu behalten. Der Bildschirm ermöglicht zudem eine umfassende Personalisierung und ein erweitertes Einkaufserlebnis, etwa durch gezielte Sonderangebote, Produktinformationen oder sogar Rezeptvorschläge.

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Bezahlen ohne Ausräumen des Einkaufswagens

Diese vernetzten Einkaufswagen sparen auch beim Bezahlen Zeit, weil sie den Vorgang vereinfachen. Nach dem Einkauf muss der Wagen nicht mehr ausgeräumt werden, um zu bezahlen. Stattdessen geht man zu einem speziellen Terminal, an dem die Rechnung automatisch erstellt wird. Kundinnen und Kunden können sogar direkt mit ihrem Smartphone bezahlen. Das geht nicht nur schneller, sondern ist auch weniger stressig.

Solche Veränderungen erfordern selbstverständlich eine Eingewöhnungs- und Lernphase. Das gilt insbesondere für Kundinnen und Kunden, die digitale Werkzeuge nicht vollständig beherrschen. Die Handelsketten müssen sie unbedingt begleiten, damit der Übergang reibungslos gelingt. Auch logistische Fragen müssen berücksichtigt werden.

Letztlich wird die Einführung dieser vernetzten Einkaufswagen zwangsläufig Auswirkungen auf Arbeitsplätze an den Kassen haben. Gleichzeitig könnte sie neue berufliche Möglichkeiten schaffen, beispielsweise in der Kundenbetreuung oder bei der Verwaltung der Technologien im Geschäft.

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Matthias Nordhoff

Matthias Nordhoff ist Gastronomiefachberater mit langjähriger Erfahrung in der deutschen Imbiss- und Streetfood-Branche. Für Imbiss Nordmann beschäftigt er sich mit regionalen Rezepten, nachhaltigem Wareneinkauf und der Entwicklung moderner Klassiker aus der norddeutschen Küche.

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