Zum Inhalt springen
Nachrichten

Puddingkuchen nach Laurent Mariotte: ultra-cremig und goldbraun

Hand legt Karamellpudding mit Karamellsauce auf weißen Teller auf Marmorplatte neben Kaffee und Schüssel.
In diesem Artikel
  1. Warum dieser Puddingkuchen so beliebt ist
  2. Zutaten für einen ultra-cremigen Puddingkuchen
  3. Den Teig sicher zubereiten
  4. Cremige Puddingmasse für den Puddingkuchen kochen
  5. Form auskleiden und richtig backen
  6. Kleine Tipps mit großer Wirkung
  7. Servieren und Eindruck machen

Dieser Puddingkuchen hat alles, um alle Blicke auf sich zu ziehen: Er ist hoch, goldbraun, intensiv nach Vanille duftend und vor allem unglaublich cremig. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Handgriffen ist er keineswegs einschüchternd. Selbst zu Hause gelingen mit einer einfachen Form und etwas Geduld beeindruckende Ergebnisse.

Warum dieser Puddingkuchen so beliebt ist

Der Puddingkuchen nach Laurent Mariotte überzeugt durch seine Gegensätze: ein knuspriger Teigboden, eine milde, kompakte Creme und eine kräftig gebräunte Oberfläche. Er wirkt wie ein Dessert aus der Bäckerei, ist aber längst nicht so aufwendig, wie man zunächst vermuten könnte.

Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht. Wird er zu lange gebacken, trocknet der Puddingkuchen aus; ruht er zu kurz, fehlt ihm die schöne Standfestigkeit. Seine Konsistenz soll sich sauber schneiden lassen und im Mund dennoch zart schmelzen. Genau das macht jeden Bissen so angenehm.

Zutaten für einen ultra-cremigen Puddingkuchen

Dieses Rezept reicht für 8 Portionen und ist für eine hohe Tarteform mit 24 bis 26 cm Durchmesser gedacht. Verwenden Sie unkomplizierte, aber hochwertige Zutaten. Besonders Vanille und Vollmilch machen einen deutlichen Unterschied.

Für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 120 bis 150 g weiche Süßrahmbutter
  • 60 g Zucker
  • 1 großes Ei
  • 1 Prise Salz
  • etwas Butter und Mehl für die Form

Für die Puddingmasse:

  • 1 l Vollmilch
  • 4 Eigelb
  • 2 ganze Eier
  • 200 bis 250 g Zucker
  • 90 bis 100 g Maisstärke
  • 20 cl flüssige Schlagsahne
  • 1 bis 2 Vanilleschoten oder 2 bis 3 TL Vanilleextrakt

Den Teig sicher zubereiten

Vermengen Sie zuerst die weiche Butter mit dem Zucker, bis eine geschmeidige, nahezu cremige Masse entsteht. Danach Ei und Salz unterrühren. Dabei nur so lange mischen, bis alles gut verbunden ist.

Geben Sie das Mehl auf einmal hinzu. Verarbeiten Sie alles zügig mit den Fingerspitzen oder einer Küchenmaschine. Sobald der Teig zusammenkommt, nicht weiterkneten. Zu einer Scheibe formen, einwickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Durch diese Ruhezeit behält der Teig beim Backen besser seine Form.

Cremige Puddingmasse für den Puddingkuchen kochen

Die Milch in einen großen Topf gießen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und beides zur Milch geben. Außerdem etwa 50 g Zucker hinzufügen. Langsam erhitzen, bis die Milch gerade zu simmern beginnt. Sie soll die Küche mit Vanilleduft füllen, aber nicht stark kochen.

Währenddessen Eigelb, ganze Eier, den restlichen Zucker und Maisstärke in einer großen Schüssel kräftig verrühren. Die Masse sollte heller und leicht dicklich werden. Dann die heiße Milch unter ständigem Rühren in einem dünnen Strahl dazugießen. So entstehen keine Klümpchen.

Alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze ununterbrochen rühren. Die Creme wird nach und nach fester. Sobald sie glatt, glänzend und deutlich eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen. Die flüssige Schlagsahne einrühren. Die Masse soll geschmeidig und beinahe samtig bleiben.

Form auskleiden und richtig backen

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig 3 bis 4 mm dick ausrollen, in die Form legen und an den Rändern sorgfältig hochziehen. Den Boden mit einer Gabel leicht einstechen.

Die leicht abgekühlte Puddingmasse auf den Teig geben und die Oberfläche mit einem Teigschaber glätten. Für 45 bis 55 Minuten backen. Die Oberseite soll kräftig goldbraun werden und darf vereinzelt etwas dunklere Stellen haben. Das ist ganz normal und sorgt für den charakteristischen Geschmack eines echten Puddingkuchens.

Direkt nach dem Backen darf die Mitte noch leicht wackeln. Das ist kein Grund zur Sorge. Zuerst bei Raumtemperatur abkühlen lassen, anschließend für mindestens 6 Stunden, idealerweise über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Diese Ruhezeit macht aus einem guten einen besonders guten Puddingkuchen.

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Wer Desserts weniger süß mag, kann die Zuckermenge auf 180 g oder sogar etwas darunter reduzieren. Dadurch tritt die Vanille noch stärker hervor. Auch sehr fein abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale kann in die heiße Milch gegeben werden. Sie bringt eine frische Note mit, ohne der Vanille die Hauptrolle zu nehmen.

Falls keine Vanilleschote zur Hand ist, eignet sich auch Vanilleextrakt. Geben Sie ihn erst nach dem Kochen der Creme und außerhalb der Hitze dazu. Das Aroma bleibt dann intensiver. Für einen noch gehaltvolleren Puddingkuchen können außerdem 20 cl Milch durch zusätzlich 20 cl Sahne ersetzt werden. Die Konsistenz wird dichter und beinahe unwiderstehlich.

Servieren und Eindruck machen

Dieser Puddingkuchen passt hervorragend als Sonntagsdessert, zum unkomplizierten Nachmittagskaffee oder auf ein Familienbuffet. Er kommt bei fast allen gut an. Sein milder Geschmack, die klare Schnittkante und die goldene Kruste machen sofort Lust auf ein weiteres Stück.

Am besten wird er gut gekühlt, aber nicht eiskalt serviert. Nehmen Sie ihn 15 bis 20 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank. Dazu passen Erdbeeren, ein Coulis aus roten Früchten oder ein Löffel ungesüßte Schlagsahne. Der Kontrast harmoniert ausgezeichnet.

Für besonders saubere Stücke die Messerklinge vor jedem Schnitt unter heißes Wasser halten und sorgfältig abtrocknen. Dieser kleine Handgriff verändert die Optik deutlich. So entsteht ein schön sauber geschnittener Puddingkuchen wie aus der Auslage – nur eben hausgemacht. Ehrlich: Dieses Rezept wird man schnell wieder backen und noch schneller teilen.

Gerade beliebt

Matthias Nordhoff

Matthias Nordhoff ist Gastronomiefachberater mit langjähriger Erfahrung in der deutschen Imbiss- und Streetfood-Branche. Für Imbiss Nordmann beschäftigt er sich mit regionalen Rezepten, nachhaltigem Wareneinkauf und der Entwicklung moderner Klassiker aus der norddeutschen Küche.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen